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Google vs. SourceForge?


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Etwas unbemerkt hat Google die zentrale Web-Seite code.google.com, auf der Entwickler u.a. Information rund um die Google-API erhalten, um einen Navigationseintrag erweitert: Project Hosting!

Was sich dahinter verbirgt, lässt eingefleischte OpenSource-Programmierer aufhorchen. Das Prinzip ist das gleiche wie bei der größten OpenSource-Hosting-Plattform SourceForge: Entwickler können ihre Erzeugnisse dort ablegen und jedermann kann sich an der Entwicklung beteiligen, in dem man auf dem heimischen Rechner eines der unterstützten Versionsverwaltungstools installiert und damit die Quellcodedateien herunterlädt.

Google's Project Hosting ist beiweitem nicht so ausgereift wie SourceForge, aber es zeigt interessante Ansätze, denn alle dort abgelegten Projekte werden vom einstellenden Benutzer verschlagwortet und mit einem Kurztext versehen und sind somit über eine obligatorische Suche schnell auffindbar.


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Neben dem Projekttitel, der bereits erwähnten Kurzbeschreibung und den Tags, kann der Benutzer aus einer der folgenden Lizenzen wählen, unter dem er sein Projekt freigibt:

  • Apache License 2.0
  • Artistic License/GPLv2
  • GNU General Public License 2.0
  • GNU Lesser Public License
  • MIT License
  • Mozilla Public License 1.1
  • New BSD License
Ist das Projekt einmal angelegt, gibt es neben der Projekt-Startseite, eine "Issues"-Seite, auf der jeder Benutzer Aufgaben bzw. Meilensteine und sonstige Informationen ablegen kann. Auf einem dritten Karteireiter sind die Zugriffsmöglichkeiten abgelegt. Google-Code arbeitet hier mit der Versionsverwaltung Subversion von Tigris.

Um an Google-Code-Projekten teilzunehmen bedarf es, wie oben erwähnt ein klein wenig Software, die ich hier auch kurz vorstellen möchte. Zum einen wäre das Subversion selbst. Die aktuelle, stabile Version 1.32 bekommt man unter http://subversion.tigris.org oder direkt über den Download-Link weiter unten.

Da die Installation von Subversion lediglich Kommandozeilen-Tools mitliefert, kann ich nur wärmstens Tortoise SVN empfehlen, denn es klinkt sich komplett in den Windows-Explorer ein und bietet somit einen intuitiven Zugang zu externen Subversion-Quellen. Die aktuellste Version ist zwar 1.4, aber diese arbeitet nur mit dem noch nicht veröffentlichten Subversion 1.4 zusammen. Daher muss man auf die letzte stabile Version 1.35 zurückgreifen.


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Ein Projekt mit Tortoise "auszuchecken" ist sehr einfach:

  1. irgendwo einen Ordner anlegen, in dem das Projekt landen soll
  2. rechte Maustaste auf den Ordner
  3. den Eintrag "SVN Checkout" auswählen
  4. im folgenden Dialog unter "URL of repository" die bei Google-Code angegebene URL eintragen
  5. Fertig ... Tortoise lädt die Projekt-Quellcodedateien herunter
Nach dem erstmaligen Auschecken kann man nun den Quellcode ändern und über den Befehl "Commit" des Ordner-Kontextmenüs eine neue Version auf Google-Code hochladen.

Fazit: Google-Code ist noch weit vom funktionstarken SourceForge entfernt, aber es eignet sich bestens, um in kleinen, entfernten Teams an einer Lösung zu arbeiten. Die Oberfläche richtet sich an den Standards die mit Google-Mail eingeführt wurden und wird, wie man Google kennt, mit Sicherheit in den nächsten Monaten weiter ausgebaut. Stark sind die Suchfunktionen, mit denen man bequem durch die vorhandenen Projekte browsen kann.

Direkt-Download Subversion 1.32 (EXE-Setup von subversion.tigris.org)
Direkt-Download Tortoise 1.35 (MSI-Setup von tortoisesvn.net)
Direkt-Download deutsches Language-Pack für Tortoise 1.35 (EXE-Setup von tortoisesvn.net)
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