Datenbanken

Universal Data Link - Datenbankverbindung leicht gemacht

UDL-Dateien einsetzen

Zum ersten Mal bin ich auf UDL-Dateien (Universal Data Link) gestoßen, als ich einen OLEDB-Verbindungszeichenfolge zum Aufbau einer Datenbankverbindung aus einer VB-Anwendung heraus benötigte und in der Syntax ein Fehler steckte, den ich nicht finden konnte. Was ich brauchte war eine Art ConnectionString-Editor. Die ADO-Controls unter VB geben so etwas zwar her, aber das schien mir zu umständlich. Eine kurze Recherche im Internet brachte mich auf die Lösung...

Eine UDL-Datei ist nichts anderes als eine OLEDB-Verbindungszeichenfolge in Dateiform, wobei der Inhalt der Datei ähnlich einer INI-Datei aufgebaut ist. Eine solche Textdatei zu erzeugen ist denkbar einfach. Einfach im Explorer einen neue Textdatei erzeugen und die Dateierweiterung nach UDL umbennenen. Mit einem Doppelklick auf die Datei öffnet sich das Dialogfeld Dateiverknüpfungseigenschaften, dass die Microsoft Data Access Components (MDAC) als allgemeine Schnittstelle zu Erstellung von Verbindungsdaten bieten.

Wie nicht anders erwartet können über UDL-Dateien nur OLEDB-Provider verwendet werden. Andere Treibermodelle bleiben außen vor, was aber nicht schadet, denn zum einen sind inzwischen auch für fast alle Nicht-Microsoft-Produkte wie MySQL, etc. OLEDB-Provider (Treiber-DLL) verfügbar und zum anderen ist der Datenzugriff über diese Schnittstelle so ziemlich die schnellste.

Beispiel für eine Verbindungszeichenfolge zu einem SQL-Server gem. Abb.:

[oledb]
; Everything after this line is an OLE DB initstring
Provider=SQLOLEDB.1;Password=kennwort;Persist Security Info=True;User ID=admin;Initial Catalog=MeineDatenbank;Data Source=MeinSQLServer

Neben dem von mir damals benötigten Editor-Effekt bieten UDL-Dateien die Möglichkeit auf im Code hinterlegte ConnectionStrings in VB- oder ASP-Anwendungen gänzlich zu verzichten. Man muss nicht ein neues Kompilat erzeugen, wenn sich die Datenbankverbindung geändert hat oder eigene Konfigurationsdateien stricken. Eine ADODB-Connection über eine UDL-Datei aufzubauen ist denkbar einfach (hier ASP):

strUDLFile = Server.MapPath("/config/sqldata.udl")
Set objConn = Server.CreateObject("ADODB.Connection")
objConn.Open "file name=" & strUDLFile

Das hat Charme, aber auch einen Nachteil. Benötigt man ein Passwort für den Zugriff z.B. auf einen SQL-Server, muss dieses unter Umständen in der Verbindungszeichenfolge enthalten sein. Da eine UDL-Datei jedoch eine reine Textdatei ist, kann sie aber leicht von jedermann ausgelesen werden, da lesender Zugriff ja erlaubt sein muss.

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