Es ist schon schick, was Microsoft sich da hat einfallen lassen, um Windows-Computer
zu verwalten: WMI e.g. "Windows Management Instrumentation". Über diese Schnittstelle
lassen sich so ziemlich alle Informationen auch über einen entfernten Computer
sammeln und auswerten. Einziges Manko dabei ist, dass WMI sehr komplex und vielschichtig
ist, so dass man nicht recht den Einstieg in diese faszinierende Technik findet.
In diesem Artikel sind ein paar nützliche Links und Tools aufgelistet, die in
das Thema ein- und weiterführen.
Eine zentrale Anlaufstelle ist natürlich Microsoft und dort im speziellen
TechNet und MSDN. Ein sehr schönen (deutschen) Artikel, der sich mit den grundlegenden
WMI-Dingen beschäftigt findet man unter:
Geheimnisse von Windows Management Instrumentation - Problembehandlung und Tips.
Dieser Artikel beantwortet die dringendsten Fragen, die man sich am Anfang stellt.
Eine schöner Weiterführung ist dann das "Microsoft Windows 2000 - Scripting-Handbuch",
dass über TechNet online zur Verfügung steht und da im speziellen
Kapitel 6 - WMI-Scripting. Mit vielen Code-Beispielen wird das Erstellen
von WMI-Scripten erläutert.
Wer es etwas technischer mag, ist bei MSDN und der
WMI Reference besser ausgehoben. Dort wird in englischer Sprache das komplette
Konstrukt von WMI auf hunderten Unterseiten dargestellt. Angefangen vom Common
Information Model (CIM), dem Model hinter WMI, bis hin zu den verschiedenen
Möglichkeiten mit WMI zu arbeiten bzw. abzufragen.
Ein besonderes Hinweis möchte ich hierbei auf die Möglichkeit lenken WMI
mit der sog.
WMI Query Language (WQL) abzufragen, deren Syntax sich stark an das gewohnte
SQL anlehnt und bei Datenbankentwicklern schnell zu Erfolgen führt.
Software zum Thema gibt es von Microsoft natürlich auch: die
WMI Administrative Tools. Darin enthalten ist u.a. das "WMI CIM Studio"
und der "WMI Object Browser", die einen sehr detaillierten Einblick in
die Klassen, Eigenschaften etc. einzelner WMI-Objekte geben.
Bei der Arbeit mit WMI ist mir persönlich jedoch aufgefallen, dass auch simple
Abfragen, wie z.B. Environment-Variablen o.ä. nicht besonders performant sind.
Dies liegt wohl an den unglaublichen Datenmengen, die WMI zu bieten hat. Microsoft
propagiert die Schnittstelle zwar als ultimativen Ersatz für API-Aufrufe in
Bezug auf Informationen rund um Windows, aber eine Alternative stellen sie aufgrund
der langsamen Ausführungsgeschwindigkeit bei bestimmten Aufgaben nicht dar.