Windows, etc.
Alte Hardware-Treiber entsorgen
Windows von Ballast befreien
Ich verwende ein Notebook, dem ich vor geraumer Zeit eine WLAN-Karte spendiert
habe. Treiber installiert, Karte rein und schon ging's wireless ins Internet.
So weit so gut. Nach einer Weile genügte mir der Datendurchsatz der zugegebenermaßen
billigen Karte jedoch nicht mehr und eine schnellere 802.11g-Karte musste her.
Wiederum: Treiber installiert, Karte rein und etwas schneller wireless ins Internet.
Einziges Problem war nun, dass ich die alten Treiber der ersten Karten der
Sauberkeit halber los werden wollte. Aber wie, denn eine Deinstallationsroutine
gab es nicht und an keiner Stelle fand ich einen Hinweis welche Dateien ich
zu diesem Zweck entsorgen musste. Einfachstes Vorgehen wäre zweifelsohne gewesen:
alte Karte rein, das Ding ist dann im Windows-Geräte-Manager sichtbar, dort
deinstallieren und anschließend Karte entsorgen. Anhand des Verhaltens des Geräte-Managers,
Plug&Play-Geräte anzuzeigen, wenn sie verbunden sind, fragte ich mich, warum
dieser solche Geräte nicht immer anzeigt. Eine kurze Internet-Recherche brachte
die Lösung: er kann, wenn eine bestimmte Umgebungsvariable gesetzt ist.
Diese Variable heißt DEVMGR_SHOW_NONPRESENT_DEVICES
und hat den Wert 1. Ist sie gesetzt, so zeigt der
Geräte-Manager alle nicht angeschlossenen Geräte an, wenn im Menü Extras
der Eintrag Ausgeblendete Geräte anzeigen aktiviert ist. Mit einem
Rechts-Klick auf einen Eintrag kann man dann solche Geräte deinstallieren.

Am einfachsten kann man diese Umgebungsvariable setzen, indem man mit der
rechten Maustaste auf das Icon Arbeitsplatz klickt und im Kontextmenü
den Eintrag Eigenschaften auswählt. Im darauf erscheinenden
Systemeigenschaften-Dialog wechselt man auf den Karteireiter
Erweitert und klickt anschließend auf die Schaltfläche Umgebungsvariablen.
In dem dort erscheinenden Dialog fügt man im unteren Bereich (Systemvariablen)
über die Schaltfläche den neuen Eintrag hinzu:

Nach dem nächsten Start des Rechners stehen dann im Geräte-Manager die gewünschten
"alten" Geräte zur Deinstallation zur Verfügung.
Stellt sich abschließend nur die Frage, warum Microsoft diese Einstellung
nicht zum Standard gemacht hat.